Was macht der Aikidopanda eigentlich? Teil 2

Also ich muss ja sagen, so langsam geht mir der Lockdown mit all seinen Phasen, Einschränkungen und Lockerungen ziemlich auf den Pinsel.

Nicht, weil ich nicht selber mit mir klar komme, oder ich von Familie und mit ihr Zeit verbringen genervt bin -im Gegenteil: DAS genieße ich regelrecht – sondern weil es mich, zumindest gefühlt, in meinem Bewegungsradius einschränkt.

Fitnessstudio, Dojo, mit Freunden in einer Bar herumlungern, Jazz live erleben, aus der virtuellen Nähe über Zoom, Teams oder Hangouts mal wieder rauskommen in die „reale“ Nähe, das wär mal wieder was.

Mit Glück kann ich sagen, dass diese Pandemie zumindest keine Einschränkungen wirtschaftlicher Natur zur Folge hat – so geht ja aber leider nicht allen Menschen.

Aber das soll hier kein weiterer Beitrag zur Corona Situation und seinen Folgen, Ängsten, Verschwörungstheorien, weiß der Geier was werden (ich mag es auch gar nicht mehr hören müssen), sondern ein kleines Update zu meinen persönlichen Erlebnissen, der letzten.. ja, eigentlich schon Monate. Ich fange mal an.

  1. Virtuelles Training ist echt nichts für mich. Ich habe wirklich versucht mich über Zoom in ein virtuelles Fitnessstudio zu begeben und mitzumachen. Also das geht nicht. Ich bin viel zu sehr damit beschäftigt mit verkniffenen Augen irgendwas auf meinem Display vom Notebook zu erkennen, als dass ich mitmachen kann. Aus 2 Minuten Hampelmann werden es bei mir 12 Sekunden. Lächerlich.
  2. Stattdessen habe ich einen „halbvirtuellen“ Qi Gong Kurs absolviert, den ich mir über Videos, 2 Bücher, mehrere PDFs und einem persönlichen Berater abgeschlossen habe. Das war nicht Training für das Gehirn (ich habe noch nie soviel in kurzer Zeit über Meridiane, Faszien und die inneren Organe gelernt), sondern auch echt körperlich anstrengend. Seither mache ich das „five elements qi gong“ täglich und ich habe den Eindruck es bewirkt etwas bei meiner Flexibilität und meiner Energie.
  3. Ich habe meine Liebe zum Jazz (wieder) entdeckt und beschlossen ein weiteres Instrument zu lernen. Den Bass. Ich bin gerade mitten in einem Anfängerkurs, der ähnlich gestaltet wurde, wie der Qi Gong Kurs – also weitestgehend eigenverantwortlich und autodidaktisch, aber mit Prüfung und Kontrolle. Bass spielen habe ich früher, als ich noch Gitarrist und „Sänger“ einer Metalband war, immer belächelt. Das Gezupfe war mir irgendwie suspekt. Je tiefer ich aber eintauche, desto mehr Respekt bekomme ich dafür. Cool.
  4. Seilspringen geht auch mit Ende 40. Ich habe es wirklich versucht (und versuche es immer noch) mich in die Laufschuhe zu drücken und zumindest mal 30 Minuten „laufen“ zu gehen. Also Laufen ist übertrieben, ich laufe in etwa so schnell, wie manche Menschen gehen. Aber immerhin bewege ich mich. Aber es macht mir keinen Spaß. Also habe ich mir nach viel Suche ein paar Seile mit Gewichten zum Seilspringen organisiert und springe seither alle 2 Tage mit dem Seil in meinem Kellerdojo. Es ist echt… anstrengend. 30 Minuten hüpfen mit den Gewichten hat bei mir etwa 1/3 mehr Kalorienverbrauch, als 30 Minuten laufen. Wenn ich meiner Uhr glauben schenken darf.
  5. Weiterbildung muss auch sein. Auch wenn ich die Wirtschaftstheorie seit meinem Studium nicht mehr angerührt habe (denn die Realität zeichnet mittlerweile ein völlig anderes Bild) beschäftige ich mich wieder mehr damit. Eine Art Fernstudium bestreite ich nun seit etwa 3 Monaten, um mir hierzu neues Wissen anzueignen. Teils ist es interessant meistens aber eher langweilig und macht mir immer mal wieder bewusst, warum ich mich seit Jahren nicht mehr damit beschäftigt habe, aber ich ziehe das jetzt durch.

Viel lesen, viel Musik, viel Philosophie. Die Zeit der Ruhe wird also für Dinge genutzt, die ich immer gerne gemacht habe, gerne machen würde, oder lange vor mir her geschoben habe. Resignation und Fatalismus sind eine Sache, aber ich denke die Zeit kann man zumindest versuchen sinnvoll zu nutzen.

Ich bin mir sicher, dass der Virus und diese ON / OFF Situation bzgl. Lockdown uns noch eine Weile begleiten wird. Ob die Impfung eine gewisse Normalität mit sich bringt bezweifele ich leider, erst wenn die Impfung Teil einer normalen Grippeimpfung geworden ist, kann man von so etwas wie „Normalität“ sprechen. Bis dahin vergeht aber sicher noch etwas Zeit.

Was ich aber wirklich vermisse ist das Gefühl von einer Matte unter den Füßen, den Geruch eines Trainings und das Gefühl einen leicht angeschwitzten Aikido-Gi am Leib zu haben.

In diesem Sinne: durchhalten, weitermachen. Nutzt ja nix!

Was macht der Aikido-Panda eigentlich?

Verrückte Zeiten, ein verrücktes Jahr. Noch haben wir keinen richtigen „Lockdown“, sondern nur eine seltsame „Light-Variante“, aber dennoch ist Training in der Gruppe und im Verein nicht möglich.

Kurz nachdem ich mein Anmeldeformular abgegeben habe wurden die Turnhallen, die Fitnessstudios und somit auch unser Dojo geschlossen. Ein vertracktes Jahr.

Natürlich ist Corona nicht der Grund, spielt aber doch eine tragende Rolle, dass ich meine gesundheitlichen Vorhaben in diesem Jahr irgendwie nicht erreicht habe. Anfang des Jahres, nachdem mich mehrere Hexenschüsse aus dem Verkehr gezogen haben, wollte ich mit meiner alten Leidenschaft – der Kampfkunst – wieder Herr meines Körpers werden. Nach Lockdown 1 und einem unmotivierten Trainer danach ging ich in meine eigene Schaffenspause und orientierte mich wieder zurück um Aikido, die – wenn denn härter ausgeführt – meine Lieblingskampfunst ist. Doch dann kam Lockdown 2, in dem wir immer noch hocken.

Zwischendurch bin ich natürlich ins Fitnessstudio gegangen (die auch geschlossen haben, oder war regelmäßiger Laufen (worauf ich ja eigentlich gar keinen Bock habe), oder habe ich mich in meinem kleinen Kellerdojo gequält – was aber nicht wirklich den Effekt hat, wie professionelles Training mit einem guten Partner, oder im Studio. Ätzend.

In Summe hat sich also nicht viel getan. Ich wiege noch genau so viel wie am Anfang des Jahres, fühle mich genauso doof und mein Rücken zwickt und zwackt gelegentlich immer noch.

DOCH: ETWAS hat sich getan. Ich mache seit nun etwas 3 oder 4 Wochen Yoga. Jeden Morgen gehe ich für etwa 20 Minuten auf die Matte. Ob es etwas bringt, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Aber es schadet auch nicht…

Soviel also von mir. Sorry, dass ich nichts gravierendes zu berichten habe, aber ein Lebenszeichen sollte zumindest zeigen, dass der Panda noch existiert und NATÜRLICH weiter machen will!

In diesem Sinne: OSS!

Ich packe meine Tasche…

… und nehme … eine neue DOMAIN mit!

Mit der neuen Domain läute ich hier eine neue Zeitrechnung ein.

In der Sommerpause habe ich mir so einige Gedanken gemacht, mein ganzes Kampfkunst-Engagement der letzten Jahre nochmal durch den Kopf gehen lassen, mich geärgert und wieder aufgerappelt.

Daher habe ich beschlossen einen richtigen Schnitt zu machen, die letzten Jahre abzuschneiden und mich auf das zu fokussieren, was direkt vor mir liegt.

Der Sinn und Zweck der Seite bleibt bestehen:

Die Erfahrungen eines alten, relativ unbeweglichen und übergewichtigen Kerls, der sich wieder ins DOJO quält!

Das Jahr war aber auch bisher Mist, oder? Hexenschuss, Freude auf Jiu Jitsu, Lockdown, Freude auf Jiu Jitsu, etliche Unterrichtsausfälle, Kündigung, Sommerpause.

9 Monate für Nix. Eine heftige Schwangerschaft, die hoffentlich mit einem fröhlichen Aikido-Baby ihren Höhepunkt erreicht.

Ich freue mich auf die Reise!

Von Jiu Jitsu zu Aikido? Jep!

Ich lasse jetzt keine große Erklärungs-Arie zu Aikido los, denn im Netz findet man unendlich viele Informationen zu dieser Kampfkunst….und Diskussionen. Ist Aikido überhaupt eine Kampfkunst? Ist Aikido effektiv? Ist das nicht eher „Bewegungskunst“?

Dabei wird immer wieder vergessen, dass Judo, Hapkido, BJJ, modernes Jiu Jitsu und Aikido aus der gleichen Familie, der JIU Kampfkunstfamilie, stammen. Ursprung all dieser Kampfkünste war das originale Jiu Jitsu der Samurai. Die einzelnen Stile haben sich im Laufe der Jahre lediglich mal mehr, mal weniger unterschiedlich weiterentwickelt.

Wenn ich einen Vergleich anstellen darf, dann ist Jiu Jitsu die grantelige Oma, die von allen respektiert wird, während Aikido der Enkel in schwarzem Anzug mit Krawatte ist.

Ueshiba Morihei war eine Person, mit einer Vision vom Frieden. Sein Lebenweg war … nun ja, mindestens „ungewöhnlich“ und gipfelte letztlich im Aikido. Ich bin mir gar nicht sicher, ob er sich schon „fertig“ wähnte, denn am Aikido werkelte er bis zuletzt herum.

Ueshiba Morihei war in meinen Augen ein Suchender, ein unsteter Freigeist der nach spiritueller Erfüllung strebte und nicht viel Wert auf Materielles legte. Wenn er nicht so stark mit dem Shinto (im Rahmen der Omoto Gemeinschaft) verbunden wäre, wäre er für mich der ideale Taoist. Die Prinzipien des Aikido erinnern mich stark an Taijiquan (Energie aufnehmen und umleiten, Yin / Yang) und die entsprechende Philosophie.

Im Unterricht ist der Trainingspartner tatsächlich ein Partner und ermöglicht es Dir die Technik vollständig zu trainieren und auszuführen, bis sie eben verinnerlicht ist. Das gibt Sicherheit und Vertrauen in die Technik. Das „Gegengehen“ wird nicht forciert.

Ist Aikido effektiv? Ist es für die Straße nutzbar? Hm, eigentlich lernt man lernt eine Kampfkunst um sie eben NICHT anwenden zu müssen. Es geht um Selbstvertrauen, Disziplin, von mir aus auch Selbstoptimierung und Philosophie. Eine Kampfkunst ohne Philosophie ist keine Kampfkunst. Die Anwendung ist die letzte Konsequenz, der letzte Ausweg, der „rote Knopf“ wenn man so will.

Während man aus dem Wing Chun, Jiu Jitsu, oder auch Karate nach einigen Wochen schon etwas Handwerkszeug mitbekommt, dauert es beim Aikido einfach länger. Die Techniken sind sehr effektiv und gehen gut zur Sache, doch es geht nicht ums Umnieten, sondern darum „den Angreifer in eine Lage zu versetzen, dass er über seine Taten nachdenken kann.“

Das will natürlich gelernt sein.

Bevor ich mich dazu durchgerungen habe erneut beim Aikido einzusteigen, habe ich mir 5 Fragen gestellt:

  • Von Aikikai zu DAB?
  • Lasse ich dann meinen Kyu Grad (2. Kyu/blau) anerkennen?
  • Kann mich Aikido bei meinem Plan der Gewichtsreduktion unterstützen?
  • Kann ich Aikido „anwenden“ im Fall der Fälle?
  • Habe ich „Spaß“?

Aikikai oder DAB… mittlerweile ist mir diese Verbandstümelei ziemlich egal. Letztlich ist es der Unterricht der entscheidet und der macht mir bei dem DAB Trainer hier in der Gegend einfach mehr Spaß.

Den 2. Kyu lasse ich nicht anerkennen, denn ich fühle mich – ehrlich gesagt – echt wie ein Anfänger. Sieben Jahre sind eine lange Zeit, in der man Begriffe und Techniken gerne zur Seite wirft. Natürlich kommt das alles wieder mit der Zeit, aber den Weg gehe ich gerne wieder von Beginn an.

Aikido ist vielleicht etwas anders, als Jiu Jitsu oder Karate, aber mindestens genau so schweißtreibend. Nach meinen ersten beiden Trainings war ich nicht weniger nassgeschwitzt, als nach einer ordentlichen Einheit Jiu Jitsu… mit einem Unterschied: ich hatte wieder einen ordentlichen Muskelkater, was ja letztlich bedeutet, dass die Belastung wieder tiefer geht – weil offenbar ungewohnter.

Ich denke letztlich wird es aufs selbe hinauslaufen, es kommt immer auf einen selber an. Ich kann natürlich auch ohne Schwitzen durchs Training kommen – aber macht das Sinn? Wenn ich Sport mache WILL ich doch schwitzen, WILL ich einen Muskelkater herausfordern! Also ja – ich denke AIKIDO kann mir bei meiner Gewichtsreduktion gut helfen.

Kann Aikido was? Der große Ip Man hat mal sinngemäß gesagt, es ist nicht die Kampfkunst, die gut oder schlecht ist – es ist derjenige, der sie anwendet.

Aikido hat in den Jahren seiner Existenz eine ziemliche Entwicklung hingelegt. Anfangs ähnelte sie noch Jiu Jitsu und wurde relativ „hart“ trainiert. Erst mit dem Älterwerden von Ueshiba wurde Aikido subtiler und weicher. Ueshiba stammte aus einer alten Samurai-Familie, was das teils extreme Hochhalten der Budo-Werte erklärt, wie auch die Ähnlichkeit mit dem japanischen Schwertkampf. Seine ersten Schritte in den Kampfkünsten machte er mit Sumo. Erst später, etwa mit 19 / 20 Jahren wandte er sich dem Jiu Jitsu zu, woraus dann nach vielen Umwegen irgendwann Aikido entwickelt wurde.

Bushido, Schwertkampf, Jiu Jitsu sind meiner Meinung nach die Kernelemente, die Inspirationsquellen von Aikido und die entsprechenden Werte und Philosophien werden bis heute im Aikido-Unterricht vermittelt.

Ob Aikido „etwas kann“ liegt natürlich auch am Lehrer. Als Schüler muss ich Vertrauen in die Technik aufbauen, sprich: überzeugt davon sein, dass sie WUMMS hat. Wenn keine realitätsnahen Situationen durchgespielt und der Trainingspartner zumindest gelegentlich nicht zu einem virtuellem Gegner wird, hat man kaum Gelegenheit dieses Vertrauen aufzubauen – dann sieht es mit der Antwort auf die Frage „kann Aikido was?“ natürlich echt mies aus.

Ich denke mit meinem Lehrer habe ich hier Glück. Philosophie und Technik nimmt natürlich viel Raum ein, dennoch geht es stellenweise auch gehörig zur Sache. Ich habe den Eindruck, er kann die Schüler gut einschätzen und gestaltet entsprechend seinen Unterricht.

Hab ich Spaß? Ich denke, das wird sich zeigen. Auf jeden Fall muss ich mich umgewöhnen. Das Malträtieren von Boxsäcken mit Händen und Füßen gibt es beim Aikido nicht. Ebenso wenig das minutenlange Herumliegen im Choke und den Versuchen sich wieder herauszudrehen. Dafür schmerzen meine Sehnen und Gelenke und Muskelkater quält mich in den Armen und im Rumpf. Jiu Jitsu hat schon viel für meine Gelenkigkeit getan, ich habe aber den Eindruck, Aikido legt noch eine Schippe drauf.

Hab ich Spaß? Es ist bemerkenswert, was eine kleine Drehung des Handgelenks ausmacht, welche Kräfte freigesetzt werden, wenn man der Bewegung des Partners kurze folgt und dann umdreht. Ich habe mich nur selten bei einem Hebel so ausgeliefert gefühlt und noch seltener so machtlos, wenn ich durch diese seltsam freigesetzten Kräfte durch den Dojo fliege – und positiv seltsam, wenn ich andere fliegen lasse…

Also ja – ich habe Spaß!

Im Moment sitze ich noch in einem kleinen Hotel in Österreich, irgendwo am Neusiedler See während das Wetter zwischen Gewitter, Sonne und heiß, oder schwül und leichter Regen pendelt. Die Zeit hier wollte ich mir nehmen, um mir über meine beiden Beiträge (diesem hier und dem davor) klar zu werden und mich zu entscheiden. Der Titel des Beitrags hier nimmt meine Entscheidung schon vorweg: Ich werde mich ausschließlich auf Aikido konzentrieren.

Der Kern der Seite hier bleibt natürlich bestehen.

Mein Training beginnt irgendwann Ende August oder Anfang September wieder – ich melde mich dann.

Bis dahin schönen Urlaub und OSS!

Bestandsaufnahme JULI und was würde ich meinem besten Freund raten?

BEARBEITEN

  • Alter: 47 Jahre
  • Gewicht: 97,5 kg (quasi unverändert)
  • Körpergröße: 180 cm
  • BMI: 30,2 (30,1 letzter Beitrag)
  • Körperfett: 31,6% (18%-23% = ideal) (31,1% letzter Beitrag)
  • Viszerales Fett: 15 (<=10 ideal)
  • Biologisches Alter: 48 Jahre (45 letzter Beitrag)
  • Körperbau: untersetzt (noch)

Alles unverändert. Naja, das kommt nicht überraschend, denn der Juli war in Summe ziemlich durchwachsen. Mein JJ Training hat ziemlich genau 1x stattgefunden, am 07.07. Seit dem habe ich den Dojo nicht mehr betreten. Das frustet natürlich… ich habe dennoch versucht zu Hause irgendwie in Form zu bleiben, aber wie in meinem Beitrag Dojo vs Home schon festgestellt, ist Heimtraining zwar okay, aber lange nicht so effektiv.

Die Trainingsausfälle nerven mich. Gerade nach dem Corona Lockdown habe ich mich – wie wahrscheinlich jeder Sportler – auf langes und intensives Training gefreut. Ätzend, wenn es dann eben ausfällt und ausfällt und dann wieder ausfällt…

Jiu Jitsu ist in meinen Augen die perfekte Kampfkunst. Sie ist effektiv, brachial, „sanft“, deckt alle Ebenen der körperlichen Auseinandersetzung ab und ist anwendbar (im Fall der Fälle). Doch was nutzt eine Kampfkunst, wenn man sie nicht trainieren kann?

Jiu Jitsu ist kein Breitensport. Wenn man JJ lernen will, ist man hierzulande auf kleinere private Dojos und Kampfkunstschulen angewiesen, was wiederum bedeutet – die monatlichen Kosten sind, im Verhältnis zu einem Verein, sehr hoch. Neben den ordentlichen monatlichen Kosten ist der Invest in „Zeug“auch nicht gerade unerheblich. Ein bis zwei Anzüge (oder mehr) , Tief- und Mundschutz, Schienbeinschoner, Handschuhe… da kommen schnell mal etwa 300 – 400€ zusammen.

Egal ob Sportverein oder keine KK Bude – man geht eine Art Vertrauensverhältnis ein. Die Bude / der Verein darf den regelmäßigen Beitrag erwarten, während der Schüler / das Mitglied erwarten darf, dass das Training regelmäßig stattfindet. Wenn eine Seite ihrer Leistung nicht mehr nachkommt, muss man drüber sprechen. Ändert sich nichts, ist etwas faul.

Mein letztes Training ist nun also gute 4 Wochen her, davor hat es seit dem Ende des Lockdowns auch nur 2x stattgefunden. Für drei aus unserer Gruppe Grund genug, die Reißleine zu ziehen und den Vertrag zu kündigen. Ich bin, meines Wissens, einer von drei übrig Gebliebenen, die noch nicht reagiert haben.

Ich bin ein ziemlich treuer Hund. Bevor ich reagiere muss sich wirklich viel Frust aufgebaut haben. Auch jetzt würde ich erstmal abwarten, wie sich der Spaß weiterentwickelt. Zudem bin ich sowieso ein paar Tage im Urlaub, im August würde also nicht allzuviel passieren… gestern Abend habe ich dann aber in einem Buch sinngemäß folgendes gelesen: „Warum sollten die Dinge, die Du Deinem besten Freund oder jemandem aus Deiner Familie rätst nicht auch für Dich gelten?“

Ich würde nüchtern und mathematisch an die Sache gehen…

„Wieviel Geld hast Du für JJ-Zeug in Summe ausgegeben?“ –

„Etwa 500€“

„Bist du irre? Und wieviel Beitrag hast Du in Summe bis jetzt bezahlt?“ –

„Etwa 350€“

„Okay, das sind 850€. Wie oft hast Du wirklich Jiu Jitsu trainiert?“ –

„Hm – 11 mal dieses Jahr.“

„Das sind stumpf runtergerechnet 77€ und ein paar Zerquetschte PRO Unterrichtseinheit.“ –

„Das ist viel.“

„Ja. Selbst wenn Du Den Material-Invest rausnimmst und nur den Beitrag gegen Deine Unterrichtseinheiten rechnest (31€ / Einheit) ist das echt ne Menge Kohle.“ –

„Stimmt. Aber was ist mit Corona? Zählt das etwa nicht? Waren auch knapp 3 Monate Pause…“

„Naja, das stimmt, aber den Beitrag hast Du ja weiter bezahlt…. und mal abgesehen davon: Du bist jetzt 8 Monate dabei. Selbst wenn Du die drei Monate abziehst und von 5 Monaten möglicher Trainingszeit ausgehst – bei 8x Training im Monat (2x wtl.) hättest Du dann 40x Training haben müssen. Du hattest 11x Training…. also eine Quote von 27,5%… glaubst Du, dass sich die Situation bessern wird?“

„Puh, so hab ich das noch gar nicht gesehen… das sind von 8 möglichen Trainingseinheiten im Monat gerade mal 2,2 die realistisch stattfinden.“

„So sieht das aus.“

„Das macht keinen Sinn.“

Ja, das macht definitiv keinen Sinn, oder? Und da ich nicht glaube, dass sich die Situation großartig ändern wird, ziehe ich einen Schlussstrich.

Den August werde ich mich in Geduld üben und versuchenauf meine innere Stimme zu hören. Wies es dann mit dem Blog hier und dem „greyrollingpanda“ weitergeht – wir werden sehen.

In diesem Sinne! Happy holidays!

Supplements?

Ich habe wirklich lange überlegt, ob und wie ich das Thema in diesem Blog verarbeite. Und irgendwann dachte ich mir: wenn, dann so ehrlich wie möglich!

Auf dem Markt gibt es ja eine ganze Bandbreite von Mitteln, die man in sich hineinstopfen kann. Die beiden Aminosäuren L-Arginin und L-Carnitin sind wohl die bekanntesten Supplements, wenn es um Kraft und Fettverbrennung geht.

Ich habe den Unterschied zwischen den beiden Mitteln nie wirklich verstanden. Der Effekt soll identisch sein, die Wirkunsgweise etwas anders.

Während L-Arginin ein Neurotransmitter ist, dass Stickstoffmonoxid in die Blutgefäße gelangen kann um Blutgefäße und Muskulatur zu entspannen, ist L-Carnitin eine Verbindung von Lythin und Methionin die essentiell für den Energiestoffwechsel sind.

Während man L-Arginin in Nüssen, Meeres- und Hülsenfrüchten ausreichend findet, kann man L-Carnitin tatsächlich hauptsächlich nur durch Fleischkonsum zu sich führen.

Beide Mittel sollen für

  • höhere Fettverbrennung
  • Verbesserung der Durchblutung
  • Erhöhung der Konzentrationsfähigkeit
  • Stärkung des Immunsystems
  • Muskelbildung
  • Förderung der Testosteronbildung und anderer Sexualhormone
  • Regulierung des Blutzuckerspiegels

… sorgen.

Tja, keine Ahnung… die Gelehrten streiten sich, ob das Zuführen der Mittel überhaupt nötig ist, oder nur Geldverschwendung…

Ich habe beide Mittel in stiller Regelmäßigkeit benutzt, immer dann, wenn das Trainingspensum mich ans Limit gebracht hat. Eine „Wirkung“ konnte ich nur bei L-Carnitin feststellen, aber eins nach dem anderen.

Ich kann natürlich nur von mir ausgehen, einem 47jährigen grundsätzlich fitten, übergewichtigen Typen, der sich leidlich regelmäßig bewegt und sonst keine gesundheitlichen Probleme hat.

L-Arginin muss relativ hochdosiert eingenommen werden, um einen Effekt zu haben. mindestens 3000mg sollte die Tagesration sein in Belastungsspitzen aber auch mal 4500-5000mg. Die Darreichung erfolgt in der Regel in Kapseln, die -egal von welchem Hersteller- ziemliche Zäpfchen sind, die man erstmal schlucken muss. Dies zu de Mahlzeiten mit je 2 Kapseln. Das mag aber von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich sein. L-Arginin gibt es auch Pulverform, schmeckt aber echt übel und die Dosierung ist nicht so easy.

L-Arginin hat bei mir keine Wirkung. Erhöhe ich die Dosis geht mir das Zeug auf den Magen. Zudem geht mir das permanente Schlucken von irgendwelchen Kapseln echt auf den Zwirn (Würgereiz olé).

L-Carnitin ist da einfacher. Die Tagesdosis beträgt etwa 2-5 mg je kg Körpergewicht, ich komme also gut einer Kapsel täglich in. Entweder zu einer Mahlzeit, oder vor dem Sport.

L-Carnitin sorgt bei mir auf jeden Fall für Energie und Motivation. Das „Aufraffen“ zu Dingen fällt leichter und ich habe zumindest den Eindruck die Ausdauer ist gestiegen. Beim Sport schwitze ich mehr, was ja dafür spricht, dass die Verbrennung angekurbelt wird, und auch hier ist mein Durchhaltevermögen angestiegen.

Auswirkungen auf mein Körpergewicht, oder andere Faktoren, schreibe ich dem Mittel nicht zu.

Was ist also das Resümee? Bringen die Dinger was? Soll man damit herumexperimentieren?

Wie so oft muss das jeder für sich selber entscheiden. Für mich ist die „regelmäßige“ Einnahme solcher Mittel nichts. Ich habe gar keinen Bock mich durch die Einnahme von Kapseln gängeln zu lassen. In Phasen hoher Belastung dagegen würde ich wieder auf L-Carnitin zurückgreifen, alleine aus dem Gefühl heraus, dass es eine Wirkung hat.

So.

Kurz zum Training: die letzten Wochen gab es kein Training. Das frustet.

Alsdann! OSS!

Bestandsaufnahme Juni

  • Alter: 47 Jahre
  • Gewicht: 97,5 kg (quasi unverändert)
  • Körpergröße: 180 cm
  • BMI: 30,2 (30,1 letzter Beitrag)
  • Körperfett: 31,5% (18%-23% = ideal) (31,1% letzter Beitrag)
  • Viszerales Fett: 15 (<=10 ideal)
  • Biologisches Alter: 48 Jahre (45 letzter Beitrag)
  • Körperbau: untersetzt (noch)

Immerhin Gewicht gehalten, das ist doch schon mal was. Naja.

In der letzten Woche hatte ich einen ungewöhnlichen Energieschub. Das muss wohl am ersten Training gelegen haben, nach 3,5 monatiger Pause, aber ich habe nochmal die Idee aufgegriffen in stiller Regelmäßigkeit weiter Kyokushin Karate zu machen.

Mein alter Verein, in dem ich immer noch Mitglied bin, trainiert in einer Schulsporthalle und ist somit natürlich an die Gemeinde gebunden, die die Halle für den Sportbetrieb noch nicht freigegeben hat. Na gut… schaunmermal, wann es dann wieder losgeht.

Kann das funktionieren? 2x 1,5 Stunden intensives und hartes Training hintereinander? In meinem Alter? Meist bin ich nach 1,5 Stunden schon ziemlich platt. Und der dicke Körper braucht in meinem Alter einfach länger um wieder klar zu kommen und sich von möglichen Verletzungen zu erholen.

Ätzend, oder? Immer diese Bedenken! Ich bin mir noch nicht sicher, ob es die Faulheit / der innere Schweinehund ist, der da das Denken übernimmt, oder oder ob es realistische Gründe wären, davon Abstand zu nehmen.

Ich DENKE, dass es mit Disziplin und Willenskraft machbar ist. Man muss natürlich auch auf seinen Körper hören und Pausen einlegen, wenn er sie fordert… aber ansonsten… ich versuche es mal. Ich werde berichten, sobald ich meine erste Doppel-Session hinter mich gebracht habe.

In diesem Sinne

OSS

Home vs. Dojo

Am 16, Juni war es so weit: die Trainingshalle öffnete ihre Pforten!

Sicher gibt es noch Einschränkungen… die Umkleideräume und Duschen sind abgeschlossen, ebenso wie die Toiletten. Auf den Matten sind „Kabinen“ gekennzeichnet, um das Wahren des Abstands zwischen den Leuten zu sichern und „Körperkontakt“ in Form von Kämpfen gibt es eben nicht.

In meiner leichtsinnigen Art dachte ich mir, ich habe ja zu Hause in meinem Keller-Dojo trainiert, das wird schon nicht so krass werden… aber gut, Irren ist menschlich.

Unser Trainer meinte zu uns, dass wir erstmal sachte einsteigen, um Muskeln, Sehnen und Gelenke wieder in Form zu bringen und wenn dann die Corona-Vorgaben weiter gelockert werden fit ins Kampftraining einsteigen zu können.

Dann ging es los. klassisches Aufwärmen und Dehnübungen. Im Anschluss dann Faust- und Tritttechnik mit Anwendung am Boxsack. Dann Ukemi – klassische Fallschule um direkt im Anschluss wieder an die Boxsäcke zu gehen.

Zum Schluß gab es noch etwa 20 Minuten Yoga und fertig.

Im Grunde alles Dinge, die ich auch in meinem Keller-Dojo mache, mit dem Unterschied: ich habe wieder mal geschwitzt wie ein Schwein… mein Kimono war vollständig nass.

Also bin ich nass, kaputt und glücklich nach Hause gefahren, habe geduscht, etwas gefuttert und mich noch etwas auf dem Sofa verlustiert. Am nächsten Morgen hatte ich einen krassen Muskelkater.

Natürlich habe ich mir die Frage gestellt, warum der Unterscheid zwischen „Heimtraining“ und Training im Dojo so einen heftigen unterschiedlichen Effekt hat?

Und eigentlich ist die Antwort ganz einfach: Anleitung und Mittel.

Klar kann man sich viel über Apps, Videos und Blogs aneignen, sich selber beobachten und korrigieren. Im Zweifelsfall macht man die Dinge eben so, wie es gerade geht – und das ist immer noch besser als gar nicht. Was fehlt ist klar die Anleitung vom Trainer. Er korrigiert Dich, gibt Dir Hilfestellung, möglicherweise eröffnet er Dir auch einen anderen Blick auf die Übung. Das macht das Training unweigerlich intensiver… tiefer.

Was die Mittel angeht… klar hab ich zu Hause einige Matten, eine Box- und eine Tretbirne. Das ist gut und hilft mir gelegentlich mich mal auszupowern. Gegen die professionellen Übungsgeräte im Dojo können die Dinge bei mir im Keller aber nicht anstinken. Das habe ich schon während des Trainings gespürt, aber vor Allem am nächsten Tag im Muskelkater.

So sieht das aus! Für mich ist somit klar, dass Training zu Hause gut ist, besser als nichts zu tun allemal. Es kann aber ein Training im Dojo, Fitnessstudio, Verein, o.ä. nicht ersetzen… ABER auf jeden Fall ERGÄNZEN!

In diesem Sinne: OSS!

Bestandsaufnahme Mai

  • Alter: 46 Jahre
  • Gewicht: 97,3 kg (quasi unverändert)
  • Körpergröße: 180 cm
  • BMI: 30,1 (30,4 letzter Beitrag)
  • Körperfett: 31,1% (18%-23% = ideal) (31,6% letzter Beitrag)
  • Viszerales Fett: 15 (<=10 ideal)
  • Biologisches Alter: 45 Jahre (47 letzter Beitrag)
  • Körperbau: untersetzt (noch)

Die Corona-Krise hält an, jetzt -Anfang Juni – sind es schon etwa 3 Monate, in denen das gesellschaftliche Leben eingefroren wurde.

Gut, es gibt mittlerweile Lockerungen, zwar mit Einschränkungen, aber immerhin. Unser Dojo öffnet seine Pforten wieder am 08. Juni. Auch mit Einschränkungen, mit denen wir natürlich irgendwie umgehen müssen.

Als da wären: Umzugsräume und Duschen bleiben vorerst geschlossen. Körperkontakt muss vermieden werden. Hygienevorschriften und Abstandsregeln sind einzuhalten.

Okay. Ich glaube neben dem klassichen Ringen ist Jiu Jitsu wohl die Kampfkunst mit dem intensivsten Körperkontakt ever! Wie soll das also gehen?

Ich gehe mal davon aus, wir werden uns in den nächsten Wochen eher auf folgende Punkte konzentrieren:

  • Fitness
  • Kraft
  • Flexibilität
  • Form
  • Kata
  • Technik
  • Fallschule

Es gibt also genug zu tun… ich freu mich tierisch!

Trotz der Situation ist es mir irgendwie gelungen meine Werte zu verbessern. Gewicht nur marginal, aber alle anderen Werte gehen in die richtige Richtung. Was habe ich also getan? Wenn ich die letzten Monate Revue passieren lassen eigentlich nicht viel. Es sind nur kleine Anpassungen…

  1. Ich habe mir die App von fddbextender heruntergladen um mein Essen zu tracken. Nicht irgendwie manisch, oder so – mich hat schlicht interessiert, was ich so den ganzen Tag in mich hineinschaufel. Das war / ist ziemlich erhellend und hat viieeeel Raum für Anpassungen geboten
  2. Man mag ja über diese Gen-Testerei denken was man will, aber ich war so frei und habe Lykon einen Gen-Test gemacht. Lykon verspricht quasi die ideale Ernährung auf Basis Deiner Gen Struktur ermitteln zu können. Soso. Viel habe ich nicht erwartet, aber das Ergebnis war dann doch echt erhellend. Meine „alte Ernährung“ bestand aus vielen Kohlehydraten. Morgens ein Müsli, oder Brot, Mittags mal ne schnelle Nudel, eine Pizza, oder auch Reis, Abends dann ganz klassisch „Abendbrot“ und nach dem Sport, auf dem Sofa dann och mal etwas Nascherei. Chips, Schokolade, noch eine Scheibe Brot… der Test bescheinigte mir allerdings, dass ich ein Protein/Fett-Typ bin und empfahl meine Ernährung entsprechend auszurichten. Das bedeutet nicht, dass ich auf Kohlehydrate verzichten soll, ich soll sie nur verlagern. Das mache ich jetzt seit etwa 4 Wochen und es tut mir tatsächlich gut. Mein Blähbauch ist geschrumpft, ich fühle mich fitter und wohler.
  3. Ich esse nur noch 2x täglich. Jeder Mensch ist anders. Es gibt Menschen, die müssen ständig etwas zwischen den Zähnen haben, andere müssen ein umfangreiches und voluminöses Frühstück zu sich nehmen… jeder ist anders. Ich habe angefangen auf meinen Körper zu hören und tatsächlich nur dann zu essen, wenn ich Hunger habe. Und das ist nicht morgens. Während ich früher lustlos an meinen Brot herumgekaut habe, trinke ich heute nur Kaffee und meinen frisch gepresste Zitrone. Der erste echte Hunger meldet sich mittags und hier esse ich normal. Das reicht mir locker bis zum Abendessen um etwa 19 Uhr. Ich gebe zu, so um 21Uhr packt es mich dann doch noch und ich schmiere mir ein Brot, aber dann ist tatsächlich gut. Läuft!

Die Sache ist doch die: wir sind Gewohnheitsviehcher. Dabei ist nicht mal klar, ob diese Gewohnheiten auch wirklich gut für uns sind! Wir hangeln uns an irgendwelchen Regeln ab („Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages!“) achten dabei aber NULL auf unser Köpergefühl.

Diese Gen-Test-Geschichte hätte ich mit etwas Beobachtungsgabe wahrscheinlich auch selbst herausfinden können, aber ich hätte diese AHA-Effekt nicht gehabt, den ich persönlich wirklich brauche, um eine Veränderung herbei zu führen.

Ich mache auf jeden Fall so weiter und werde berichten, bin ja selber neugierig drauf, wie es weitergeht.

Ansonsten hat mich im Mai ein weiterer Hexenschuss ausgehebelt, den ich immer noch leicht im Lendenwirbel spüre. Mit Yoga und Wärme habe ich das ganz gut wieder in den Griff bekommen. Ich gehe immer noch davon aus, dass neben einem untrainierten Muskelbereich sicher auch die Arbeitssituation eine Rolle dabei spielt, die ich allerdings nicht so ohne weiteres ändern kann. Aber Ich kann meine Einstellung ändern – Gut Ding braucht Weile.

In diesem Sinne, Ihr Jiu Jitsuler – horcht nach Innen und hört auch drauf!

OSS

Bestandsaufnahme Ende April

Jaaa… eigentlich ist ja schon fast wieder Mitte Mai, aber egal. Los Geht’s:

  • Alter: 46 Jahre
  • Gewicht: 97,7 kg (100,7 letzter Beitrag)
  • Körpergröße: 180 cm
  • BMI: 30,4 (31 letzter Beitrag)
  • Körperfett: 31,6% (18%-23% = ideal) (32,2 letzter Beitrag)
  • Viszerales Fett: 15 (<=10 ideal)
  • Biologisches Alter: 47 Jahre (48 letzter Beitrag)
  • Körperbau: untersetzt

Trotz Corona, Homeoffice und gefühlt weniger Bewegung konnte ich mein Gewicht wieder auf unter 100 kg drücken. Und das sogar stabil. Natürlich bemühe ich mich wirklich JEDEN TAG in irgendeine Art von Bewegung. Ob es nun er Spaziergang für 1,5 Stunden ist, eine Runde Yoga, oder der Gang in meinen Keller-Dojo… irgendwas mache ich immer.

Schlimmer ist es derzeit für mich die Disziplin beim Essen zu halten. Meine Frau hat das Thema Corona nur kurz berührt, da sie in einem systemrelevanten Beruf arbeitet, somit sind meine Tochter und ich aktuell den ganzen Tag alleine zu Hause. Die „Süßigkeiten-Schublade“ wird in stiller Regelmäßigkeit wieder aufgefüllt und aufs Kochen habe ich auch nicht jeden Tag Lust.

Okay, das klingt jetzt nach Tiefkühl-Pizza, – Lasagne, oder Nudeln mit Ketchup… so ist es zum Glück nicht. Aber es ist echt nicht so easy dieses Aufraffen und Vorkochen… naja.

Aber zurück zum Thema.

Ab voraussichtlich dem 25. Mai können wir wieder ins Dojo. Training ist ab dann also wieder möglich, zwar mit bestimmten Auflagen, aber es soll gehen. Kein Körperkontakt, Maskenpflicht, Abstand zwischen den Schülern…. das klingt jetzt schwierig für BJJ, in der Morganti-Variante ist es aber immerhin OK, da hier auch Stehkampf und Katas trainiert werden.

Es geht also voran und ich freue mich schon tierisch darauf!