Bestandsaufnahme Juni

  • Alter: 47 Jahre
  • Gewicht: 97,5 kg (quasi unverändert)
  • Körpergröße: 180 cm
  • BMI: 30,2 (30,1 letzter Beitrag)
  • Körperfett: 31,5% (18%-23% = ideal) (31,1% letzter Beitrag)
  • Viszerales Fett: 15 (<=10 ideal)
  • Biologisches Alter: 48 Jahre (45 letzter Beitrag)
  • Körperbau: untersetzt (noch)

Immerhin Gewicht gehalten, das ist doch schon mal was. Naja.

In der letzten Woche hatte ich einen ungewöhnlichen Energieschub. Das muss wohl am ersten Training gelegen haben, nach 3,5 monatiger Pause, aber ich habe nochmal die Idee aufgegriffen in stiller Regelmäßigkeit weiter Kyokushin Karate zu machen.

Mein alter Verein, in dem ich immer noch Mitglied bin, trainiert in einer Schulsporthalle und ist somit natürlich an die Gemeinde gebunden, die die Halle für den Sportbetrieb noch nicht freigegeben hat. Na gut… schaunmermal, wann es dann wieder losgeht.

Kann das funktionieren? 2x 1,5 Stunden intensives und hartes Training hintereinander? In meinem Alter? Meist bin ich nach 1,5 Stunden schon ziemlich platt. Und der dicke Körper braucht in meinem Alter einfach länger um wieder klar zu kommen und sich von möglichen Verletzungen zu erholen.

Ätzend, oder? Immer diese Bedenken! Ich bin mir noch nicht sicher, ob es die Faulheit / der innere Schweinehund ist, der da das Denken übernimmt, oder oder ob es realistische Gründe wären, davon Abstand zu nehmen.

Ich DENKE, dass es mit Disziplin und Willenskraft machbar ist. Man muss natürlich auch auf seinen Körper hören und Pausen einlegen, wenn er sie fordert… aber ansonsten… ich versuche es mal. Ich werde berichten, sobald ich meine erste Doppel-Session hinter mich gebracht habe.

In diesem Sinne

OSS

Home vs. Dojo

Am 16, Juni war es so weit: die Trainingshalle öffnete ihre Pforten!

Sicher gibt es noch Einschränkungen… die Umkleideräume und Duschen sind abgeschlossen, ebenso wie die Toiletten. Auf den Matten sind „Kabinen“ gekennzeichnet, um das Wahren des Abstands zwischen den Leuten zu sichern und „Körperkontakt“ in Form von Kämpfen gibt es eben nicht.

In meiner leichtsinnigen Art dachte ich mir, ich habe ja zu Hause in meinem Keller-Dojo trainiert, das wird schon nicht so krass werden… aber gut, Irren ist menschlich.

Unser Trainer meinte zu uns, dass wir erstmal sachte einsteigen, um Muskeln, Sehnen und Gelenke wieder in Form zu bringen und wenn dann die Corona-Vorgaben weiter gelockert werden fit ins Kampftraining einsteigen zu können.

Dann ging es los. klassisches Aufwärmen und Dehnübungen. Im Anschluss dann Faust- und Tritttechnik mit Anwendung am Boxsack. Dann Ukemi – klassische Fallschule um direkt im Anschluss wieder an die Boxsäcke zu gehen.

Zum Schluß gab es noch etwa 20 Minuten Yoga und fertig.

Im Grunde alles Dinge, die ich auch in meinem Keller-Dojo mache, mit dem Unterschied: ich habe wieder mal geschwitzt wie ein Schwein… mein Kimono war vollständig nass.

Also bin ich nass, kaputt und glücklich nach Hause gefahren, habe geduscht, etwas gefuttert und mich noch etwas auf dem Sofa verlustiert. Am nächsten Morgen hatte ich einen krassen Muskelkater.

Natürlich habe ich mir die Frage gestellt, warum der Unterscheid zwischen „Heimtraining“ und Training im Dojo so einen heftigen unterschiedlichen Effekt hat?

Und eigentlich ist die Antwort ganz einfach: Anleitung und Mittel.

Klar kann man sich viel über Apps, Videos und Blogs aneignen, sich selber beobachten und korrigieren. Im Zweifelsfall macht man die Dinge eben so, wie es gerade geht – und das ist immer noch besser als gar nicht. Was fehlt ist klar die Anleitung vom Trainer. Er korrigiert Dich, gibt Dir Hilfestellung, möglicherweise eröffnet er Dir auch einen anderen Blick auf die Übung. Das macht das Training unweigerlich intensiver… tiefer.

Was die Mittel angeht… klar hab ich zu Hause einige Matten, eine Box- und eine Tretbirne. Das ist gut und hilft mir gelegentlich mich mal auszupowern. Gegen die professionellen Übungsgeräte im Dojo können die Dinge bei mir im Keller aber nicht anstinken. Das habe ich schon während des Trainings gespürt, aber vor Allem am nächsten Tag im Muskelkater.

So sieht das aus! Für mich ist somit klar, dass Training zu Hause gut ist, besser als nichts zu tun allemal. Es kann aber ein Training im Dojo, Fitnessstudio, Verein, o.ä. nicht ersetzen… ABER auf jeden Fall ERGÄNZEN!

In diesem Sinne: OSS!

Bestandsaufnahme Mai

  • Alter: 46 Jahre
  • Gewicht: 97,3 kg (quasi unverändert)
  • Körpergröße: 180 cm
  • BMI: 30,1 (30,4 letzter Beitrag)
  • Körperfett: 31,1% (18%-23% = ideal) (31,6% letzter Beitrag)
  • Viszerales Fett: 15 (<=10 ideal)
  • Biologisches Alter: 45 Jahre (47 letzter Beitrag)
  • Körperbau: untersetzt (noch)

Die Corona-Krise hält an, jetzt -Anfang Juni – sind es schon etwa 3 Monate, in denen das gesellschaftliche Leben eingefroren wurde.

Gut, es gibt mittlerweile Lockerungen, zwar mit Einschränkungen, aber immerhin. Unser Dojo öffnet seine Pforten wieder am 08. Juni. Auch mit Einschränkungen, mit denen wir natürlich irgendwie umgehen müssen.

Als da wären: Umzugsräume und Duschen bleiben vorerst geschlossen. Körperkontakt muss vermieden werden. Hygienevorschriften und Abstandsregeln sind einzuhalten.

Okay. Ich glaube neben dem klassichen Ringen ist Jiu Jitsu wohl die Kampfkunst mit dem intensivsten Körperkontakt ever! Wie soll das also gehen?

Ich gehe mal davon aus, wir werden uns in den nächsten Wochen eher auf folgende Punkte konzentrieren:

  • Fitness
  • Kraft
  • Flexibilität
  • Form
  • Kata
  • Technik
  • Fallschule

Es gibt also genug zu tun… ich freu mich tierisch!

Trotz der Situation ist es mir irgendwie gelungen meine Werte zu verbessern. Gewicht nur marginal, aber alle anderen Werte gehen in die richtige Richtung. Was habe ich also getan? Wenn ich die letzten Monate Revue passieren lassen eigentlich nicht viel. Es sind nur kleine Anpassungen…

  1. Ich habe mir die App von fddbextender heruntergladen um mein Essen zu tracken. Nicht irgendwie manisch, oder so – mich hat schlicht interessiert, was ich so den ganzen Tag in mich hineinschaufel. Das war / ist ziemlich erhellend und hat viieeeel Raum für Anpassungen geboten
  2. Man mag ja über diese Gen-Testerei denken was man will, aber ich war so frei und habe Lykon einen Gen-Test gemacht. Lykon verspricht quasi die ideale Ernährung auf Basis Deiner Gen Struktur ermitteln zu können. Soso. Viel habe ich nicht erwartet, aber das Ergebnis war dann doch echt erhellend. Meine „alte Ernährung“ bestand aus vielen Kohlehydraten. Morgens ein Müsli, oder Brot, Mittags mal ne schnelle Nudel, eine Pizza, oder auch Reis, Abends dann ganz klassisch „Abendbrot“ und nach dem Sport, auf dem Sofa dann och mal etwas Nascherei. Chips, Schokolade, noch eine Scheibe Brot… der Test bescheinigte mir allerdings, dass ich ein Protein/Fett-Typ bin und empfahl meine Ernährung entsprechend auszurichten. Das bedeutet nicht, dass ich auf Kohlehydrate verzichten soll, ich soll sie nur verlagern. Das mache ich jetzt seit etwa 4 Wochen und es tut mir tatsächlich gut. Mein Blähbauch ist geschrumpft, ich fühle mich fitter und wohler.
  3. Ich esse nur noch 2x täglich. Jeder Mensch ist anders. Es gibt Menschen, die müssen ständig etwas zwischen den Zähnen haben, andere müssen ein umfangreiches und voluminöses Frühstück zu sich nehmen… jeder ist anders. Ich habe angefangen auf meinen Körper zu hören und tatsächlich nur dann zu essen, wenn ich Hunger habe. Und das ist nicht morgens. Während ich früher lustlos an meinen Brot herumgekaut habe, trinke ich heute nur Kaffee und meinen frisch gepresste Zitrone. Der erste echte Hunger meldet sich mittags und hier esse ich normal. Das reicht mir locker bis zum Abendessen um etwa 19 Uhr. Ich gebe zu, so um 21Uhr packt es mich dann doch noch und ich schmiere mir ein Brot, aber dann ist tatsächlich gut. Läuft!

Die Sache ist doch die: wir sind Gewohnheitsviehcher. Dabei ist nicht mal klar, ob diese Gewohnheiten auch wirklich gut für uns sind! Wir hangeln uns an irgendwelchen Regeln ab („Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages!“) achten dabei aber NULL auf unser Köpergefühl.

Diese Gen-Test-Geschichte hätte ich mit etwas Beobachtungsgabe wahrscheinlich auch selbst herausfinden können, aber ich hätte diese AHA-Effekt nicht gehabt, den ich persönlich wirklich brauche, um eine Veränderung herbei zu führen.

Ich mache auf jeden Fall so weiter und werde berichten, bin ja selber neugierig drauf, wie es weitergeht.

Ansonsten hat mich im Mai ein weiterer Hexenschuss ausgehebelt, den ich immer noch leicht im Lendenwirbel spüre. Mit Yoga und Wärme habe ich das ganz gut wieder in den Griff bekommen. Ich gehe immer noch davon aus, dass neben einem untrainierten Muskelbereich sicher auch die Arbeitssituation eine Rolle dabei spielt, die ich allerdings nicht so ohne weiteres ändern kann. Aber Ich kann meine Einstellung ändern – Gut Ding braucht Weile.

In diesem Sinne, Ihr Jiu Jitsuler – horcht nach Innen und hört auch drauf!

OSS

Bestandsaufnahme Ende April

Jaaa… eigentlich ist ja schon fast wieder Mitte Mai, aber egal. Los Geht’s:

  • Alter: 46 Jahre
  • Gewicht: 97,7 kg (100,7 letzter Beitrag)
  • Körpergröße: 180 cm
  • BMI: 30,4 (31 letzter Beitrag)
  • Körperfett: 31,6% (18%-23% = ideal) (32,2 letzter Beitrag)
  • Viszerales Fett: 15 (<=10 ideal)
  • Biologisches Alter: 47 Jahre (48 letzter Beitrag)
  • Körperbau: untersetzt

Trotz Corona, Homeoffice und gefühlt weniger Bewegung konnte ich mein Gewicht wieder auf unter 100 kg drücken. Und das sogar stabil. Natürlich bemühe ich mich wirklich JEDEN TAG in irgendeine Art von Bewegung. Ob es nun er Spaziergang für 1,5 Stunden ist, eine Runde Yoga, oder der Gang in meinen Keller-Dojo… irgendwas mache ich immer.

Schlimmer ist es derzeit für mich die Disziplin beim Essen zu halten. Meine Frau hat das Thema Corona nur kurz berührt, da sie in einem systemrelevanten Beruf arbeitet, somit sind meine Tochter und ich aktuell den ganzen Tag alleine zu Hause. Die „Süßigkeiten-Schublade“ wird in stiller Regelmäßigkeit wieder aufgefüllt und aufs Kochen habe ich auch nicht jeden Tag Lust.

Okay, das klingt jetzt nach Tiefkühl-Pizza, – Lasagne, oder Nudeln mit Ketchup… so ist es zum Glück nicht. Aber es ist echt nicht so easy dieses Aufraffen und Vorkochen… naja.

Aber zurück zum Thema.

Ab voraussichtlich dem 25. Mai können wir wieder ins Dojo. Training ist ab dann also wieder möglich, zwar mit bestimmten Auflagen, aber es soll gehen. Kein Körperkontakt, Maskenpflicht, Abstand zwischen den Schülern…. das klingt jetzt schwierig für BJJ, in der Morganti-Variante ist es aber immerhin OK, da hier auch Stehkampf und Katas trainiert werden.

Es geht also voran und ich freue mich schon tierisch darauf!

Bestandsaufnahme Ende März

Nun denn:

  • Alter: 46 Jahre
  • Gewicht: 100,7 kg
  • Körpergröße: 180 cm
  • BMI: 31
  • Körperfett: 32,2% (18%-23% = ideal)
  • Viszerales Fett: 15 (<=10 ideal)
  • Biologisches Alter: 48 Jahre
  • Körperbau: untersetzt

Ja, ich habe die 100 kg mal wieder getoppt. Ich habe mich gehen lassen, ganz einfach. Es ist halt einiges zusammengekommen diesen Monat und ich bin mir ziemlich sicher, dass die Situation noch eine Zeit lang so bleibt. Aber legen wir mal los. Was war denn alles?

Mein letztes Training hatte ich am 12.03., hier lag ich bei einem Gewicht von 99,7 kg. Die Woche drauf habe ich zumindest einen kleinen Teil meines Resturlaubs nehmen können und hatte die krude Vorstellung: Genial – 2x Training, vielleicht schaffe ich es noch 1x on top ins freie Training und zu Hause kann ich ja auch noch etwas machen!

Kellerdojo

Weit gefehlt, Corona machte mir einen Strich durch die Rechnung. Mein Dojo hat seit dem 16.03. seien Pforten zu gemacht. Im Urlaub habe ich dann versucht meinen Keller-Dojo etwas intensiver zu nutzen, aber ich spürte deutlich, dass meine Ausdauer immer kleiner wurde, bis… ja bis sich bei mir eine ganz klassische Erkältung breit gemacht hat. Meine Frau plagte sich damit schon eine ganze Weile herum, nun hat es also auch mich erwischt. Halsschmerzen, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, keine Stimme…. das ganz klassische Programm ist losgegangen. Mein Keller blieb also verwaist und meine Pläne habe ich erstmal unter mein Sofa geschoben… irgendwann zwischen „better call Saul!“ und „Knightfall„.

Gammelei und Krankheit behagen mir nicht, denn die Kombination verleitet mich zum Essen. Schließlich braucht man ja Reserven, um die harten Krankheitstage zu überstehen. Nun ja, das Resultat davon sehe ich auf der Waage. Schlimm.

Heute, Sonntag, 29.03.2020 ist der erste Tag, an dem ich mich wieder wie ein Mensch fühle. Kopfschmerzen sind noch da, die Stimme ist rau und das ständige Kratzen im Hals kratzt weiter – aber die Schmerzen sind weg und ich fühle mich halbwegs fit.

Ursprünglich wollte mein Dojo ab dem 01.04. wieder aufmachen… aber wie sich die Situation hier in Bayern entwickelt, wird das sicher nichts. Ich gehe im Moment davon aus, dass wir noch bis mindestens Ende April mit den Maßnahmen zur Eindämmung von Corona leben müssen / dürfen. Das ist auch OK. Dennoch wäre ich lieber fit und würde gerne an meinem Ziel „Gewichtsreduktion“ weiterarbeiten. Auch wenn es nur in meinem Kellerdojo ist…

In diesem Sinne – haltet durch!

OSS!

Corona und BJJ – das muss jetzt sein

In Bayern herrscht der Ausnahmezustand und ich habe Urlaub. Das ist okay, hab’ich kein Problem mit. Meine Familie ist zu Hause und im Moment fühlt sich das Ganze wie ein verlängerter Sonntag an. Das einzige was knapp wird, ist das Toilettenpapier. Ich hätte nie gedacht, dass es eine Toilettenpapierkrise geben könnte, ich hätte eher gedacht, dass es an die Konserven, Tiefkühlwaren oder Kartoffeln geht, aber Toilettenpapier? Okay, man lernt nie aus…

Mein Dojo hat natürlich auch reagiert und seit letztem Dienstag für 2 Wochen seine Tore geschlossen. Die Frage ist: und nun? Ich fühle mich gesund und fit genug für eine intensive Einheit Jiu Jitsu, was soll ich also machen? Was soll der zu Haue gefesselte Jiu Jitsu Typ überhaupt machen? Hier ein 3 Tipps für zu Hause:

  1. Baue Dir Deinen eigenen Dojo!

Okay… hä? Dojo steht im japanischen für „Übungshalle“ oder auch „Meditationsraum“. So ein Raum muss nicht sonderlich groß sein. Das kann von einer Yogamatte bis hin zu einer Turnhalle reichen.

Für zu Hause reicht die Yogamatte. Hier kann man ganz gut seine Grundübungen drauf machen und die Yogamatte reicht für eine Vorwärtsrolle, oder auch eine Rückwärtsrolle. Wer das Glück hat seinen Keller, Dachboden, o. ä. umbauen zu können, kann sich dort seinen eigenen kleinen Dojo einrichten. Ich habe mir einige aussortierte Judomatten von einem Sportverein besorgt, sowie ein bisschen Zeug von einem Sportdiscounter. Das reicht für eine kleine Rolleinheit, sowie um sich mal an einem Trittsack auszupowern.

2. Yoga rockt.

Gerade für mich als Mitt40er ist der Körper schon lange nicht mehr so beweglich und dehnbar, wie ich es in meiner Erinnerung habe. Langes Sitzen, langes Arbeiten, falsche Ernährung… was soll ich sagen? Das fordert seinen Tribut! Eine Auswirkung: die totale Unbeweglichkeit… Um mein Jiu Jitsu zu unterstützen, habe ich schon vor einiger Zeit mit dem Programm von Sebastian Broche angefangen. Sebastian Broche ist ein BJJ- Schwarzgurt mit einer Vita, die sich durchaus sehen lassen kann. Vor vielen Jahren schon hat er Yoga-Routinen in sein BJJ Training aufgenommen und betreibt heute zusammen it einigen Kollegen ein Yoga-Studio in Oslo. Aus seinen Trainingsroutinen hat Sebastian ein Programm zusammengestellt, das insbesondere für BJJ Praktizierer hilfreich und sinnvoll ist. Da nicht jeder von uns in Oslo lebt, hat er das Programm als Videoprogramm entwickelt und ist heute abonnierbar. Nicht billig, aber sehr sehr gut. Sebastian leitet einen einfach und gut erklärt durch die Bewegungen, gibt Hilfestellungen und zeigt sehr genau, worauf es ankommt.

Willst Du es mal probieren? Man findet kostenlose Videos auf YOUTUBE und einen Testbericht gibt es auf GI-WORLD!

3. Videos, Videos, Videos!

Videos ersetze natürlich kein Training, aber wenn der Meister nunmal nicht greifbar ist… vielleicht gibt es hier ein paar Antworten zu Fragen, wie…. Wie komme ich aus dem Choke? Wie bewege ich mich aus dem Lock? Was kann ich tun, wenn…? Was bewirkt BJJ im Kopf? Was macht BJJ mit Deinem Körper? Es gibt dutzende Fragen, die Du Dir als BJJ Praktizierer sicher schon gestellt hast. Gerade als „alternder“ BJJler kommen noch mehr Fragen dazu, wie zur Ernährung, Verletzungen, Verspannungen, undundund…

Bei Youtube kann man loslegen und sich diverse Kanäle abonnieren. Leider gibt es keinen guten deutschen Kanal (oder ich habe noch keinen gefunden, aber hier mal einige, die ich regelmäßig durchsehe, Links hinter dem Text:

  • Gracie Breakdown. Zu den Gracies muss ich wohl nix mehr schreiben. Hier der Kanal von der Gracie-University USA.
  • Jocko Podcast. Jiu Jitsu nur beim zweiten Hinsehen, aber die beiden sind gut, lustig und praktizieren BJJ schon seit vielen vielen Jahren…
  • Chewjitsu. In der Regel kurze, knackige Videos von Chewjitsu himself mit Antworten auf Fragen, Geschichten aus seinem Dojo, Anekdoten von seinen Lehrgängen, etc. kurzweilig, informativ, lustig…. guter Typ!
  • Roy Dean. Macht seit 25 Jahre nichts anderes. Lehrer, Professor, Experte… hat den Schwarzgurt in Aikido, Judo, Japanisches Jiu Jitsu und natürlich in BJJ. Professionelle und gute Videos
  • the grapple club. Okay, hier bin ich erst vor Kurzem drauf gestoßen. Hier werden Techniken gezeigt und erklärt von professionellen BJJ Kampfkünstlern.

Hier nur einige, mit denen ihr euch während der Quarantäne etwas Zeit vertreiben könnt.

Ansonsten entspannt euch, verbringt Zeit mit euren Familien, macht einen Spaziergang in der Natur.

Für mich bedeutet diese Corona-Pause RUNTERKOMMEN, abschalten, schlafen, lernen, rollen.

In diesem Sinne, ihr Pandas!

OSS!

Verletzungen? Ach soo….

Jaaaa… man mag es kaum glauben, sie gibt es….:)

Als Ü40er verletzt man sich anders, als mit 20. Die Gründe hierfür sind eigentlich ganz einfach.

  1. Im Alter zwischen 35 und 55 ist MANN in der Lage sein Kraftpotential vollständig auszuschöpfen. Du bist also stärker, als Du je warst, oder je sein wirst. Sein Körper allerdings beginnt hier seine ersten Zimperleins zu bekommen. Hier eine Verspannung, dort mal ein Hexenschuss, dann und wann mal Kopf-, oder Nackenschmerzen… kennt jeder, hat jeder.
  2. Der Körper kann nicht mehr so, wie mit 20. Wir sind mitten im Job, mitten drin in der Leistungsklasse der Gesellschaft, sitzen zu lange im Büro, zu lange auf der Couch, zu lange im Fußballstadion… such‘ Dir etwas aus. Das hinterlässt Spuren.
  3. Du überschätzt Dich und Deine Fähigkeiten.

Dieses „Überschätzen“ führt zu Verletzungen, die nicht unbedingt etwas mit Jiu Jitsu zu tun haben. Dennoch machen Ü40er gerne den Sport dafür verantwortlich und hören mit einem „ich bin zu alt dafür“ wieder auf.

Dabei ist die Lösung ganz einfach: Ruhe behalten und sich langsam in das Training hineinarbeiten…

Aber was genau meine ich jetzt für Verletzungen?

  • Stauchungen. Hatte ich bereits in der Hand / Handgelenk durch zu starkes Faustschlagtraining am Boxsack.
  • Adduktorenzerrung. Kam bei mir ganz unweigerlich im Bodenkampf, ich hatte nicht den Eindruck, mich überdehnt zu haben, aber die Zerrung war da.
  • Schmerzen im Kniegelenk. Durch exzessives und übertriebenes Falltraining. „Das muss doch härter gehen!“

Ich bin davon überzeugt, dass man solche Verletzungen zwar nicht vermeiden, aber zumindest einschränken kann, wenn man mehr auf sich achtet und die Dinge mit Ruhe angeht.

Dinge, wie baue Flecken, Druckstellen, exzessiver Muskelkater, etc. sind in meinen Augen „normal“ und gehören schlicht und einfach zum Jiu Jitsu…

Blöd getreten und danach verdreht gefallen…

Ich persönlich bezeichne meinen fast permanenten Muskelkater als „Umarmung die einen nicht loslässt.“ Das macht es nicht leichter, aber erträglicher, denn so spüre ich, dass mein Körper arbeitet… es tut sich einfach etwas.

Also bleibt locker, übertreibt es nicht und geht weiter zum Training!

OSS!

Bestandsaufnahme Ende Februar

Los geht’s:

  • Alter: 46 Jahre
  • Gewicht: 99,85 kg
  • Körpergröße: 180 cm
  • BMI: 30,8
  • Körperfett: 31,8% (18%-23% = ideal)
  • Viszerales Fett: 15 (<=10 ideal)
  • Biologisches Alter: 47 Jahre
  • Körperbau: untersetzt

Was ist hier passiert? Nicht viel könnte man annehmen, im Detail allerdings doch eine ganze Menge. Fakt ist beispielsweise, dass ich Körpergewicht zugelegt und Körperfett abgebaut habe. Im Detail habe ich in den letzten 4 Wochen etwa 1 kg Körperfett verloren – wenn ich meiner Waage glauben darf – und Muskelmasse aufgebaut.

Es wurde also quasi Fett in Muskel gewandelt. Und da Muskeln schwerer sind als Fett…

Mein Biologisches Alter nähert sich meinem realen Alter. War ich Ende Januar noch 60, bin ich heute 47. Natürlich sind das Momentaufnahmen, aber die Tendenz stimmt.

Es geht also irgendwie in die richtige Richtung, zufrieden bin ich allerdings nicht. Die Schere zwischen Fettabbau und Muskelaufbau muss größer werden, damit sich die Mühe auch irgendwann im Körpergewicht widerspiegelt. Das wird dauerhaft nur über die Ernährung gehen, denn aktuell bin ich mit meinem Trainingspensum gut ausgelastet. Im Prinzip begleitet mich seit Ende Januar ein permanenter Muskelkater, der jeden Dienstag, Donnerstag und Sonntag aufgefrischt wird. Das ist eher angenehm als belastend und ich spüre eigentlich permanent, dass sich in meinem Körper etwas tut. Das ist gut! Und solange ich mich gut fühle und mir der Körper keinen Strich durch die Rechnung macht, mache ich weiter.

Also die Ernährung. Ich habe mich den Monat über mal beobachtet und stumpf aufgeschrieben, was da so alles in meinen Mund verschwindet. Es ist übersichtlicher, als ich dachte:

Morgens: 1 Glas warmes Zitronenwasser, Kaffee, unregelmäßig ein Protein-/ Früchtesmoothie

Mittags: normal. Fleisch, Gemüse, Salat, Suppe. Auf Pommes, Kartoffelecken, etc. verzichte ich komplett, Nudeln, Reis, und ähnliches, versuche ich zu meiden. Gelingt nicht immer, aber häufig

Abends: 2-4 Scheiben Knäckebrot oder Vollkornbrot, Butter, Wurst oder Käse (nicht beides zusammen), ggf. mal Ei und/oder Thunfisch

Ausnahmen: betriebliche Abendessen, private Feiern und sonstige ähnliche Ereignisse.

Der große Fressattacke erreicht mich in der Regel abends, wenn ich schlichtweg zur Ruhe komme. Ob nun um 23 Uhr nach den Jiu Jitsu, oder um 20 Uhr an einem trainingsfreien Tag, ist egal. Dann knabber ich das, was da ist. Chips, Schokolade, und so weiter.

Seit letzter Woche versuche ich diesen Automatismus umzuleiten. Lieber Salzstangen statt Chips. Eher mal ein Knäckebrot statt Schokolade. Auch wenn Salzstangen sicher auch nicht gut sind, sind sie vielleicht besser, als Chips und Schokolade. Oder ich mache mir lieber nochmal eine Bemme, statt dass ich zum Knabberzeug greife.

Soviel mal dazu.

Der Februar war schon in Summe eine Mischung aus Frust und Freude. Frust, weil ich mein Ziel etwa 2 kg im Monat zu verlieren nicht erreicht habe – im Gegenteil – sogar noch Gewicht zugelegt habe. Freude, weil ich es trotz Stress und trotzdem es teilweise echt knapp war, jedes Training mitmachen konnte.

In diesem Sinne: weiter, weiter, weiter!

Oss!

4 Wochen … und nun?

Vor ziemlich genau 4 Wochen habe ich mein erstes Jiu Jitsu Probetraining gemacht. Was ist seither passiert?

  1. Und es geht doch!

Nachdem ich mein Kyokushin Training aufgrund meiner geilen Arbeitszeiten aufgeben musste, war ich natürlich skeptisch, ob das mit dem Jiu Jitsu besser werden würde. Okay, das Training fängt zwei Stunden später an, dafür habe ich aber auch eine längere Anfahrt. Kurz und knapp: es klappt. Am Dienstag zwar „Spitz auf Knopf“, aber es funktioniert! Haken dran.

2. Überraschungen

Mehrere, mehr oder weniger.

a. Angefangen hat es mit dem Gruppenmix. Nur Erwachsene. Der Jüngste etwa Anfang 20 und Student. Der Älteste: wohl ich mit 46. Es scheint, als ob Jiu Jitsu eine Kampfkunst ist, die man erst „später“ entdeckt. In die Runde gefragt, waren die Vorerfahrungen recht unterschiedlich. Kickboxen, Judo, Karate, Eishockey und … keine – ist halt in der Nähe…

b. Bodenkampf macht Laune. Das hat sich wirklich gedreht. Mir war es immer ein Graus, wenn es beim Wing Chun oder Aikido auf den Boden ging. Zeitweise habe ich versucht diese Stunden zu meiden. Heute will ich das nicht mehr missen, gerade im Bodenkampf erfährt man soviel über sich und über das, wozu der Körper imstande ist – oder eben auch (noch) nicht. Zudem ist der Bodenkampf tatsächliches Ganzkörperworkout. Irrsinn, der ganze Körper steckt voll Muskelkater nach einer Einheit. Zumindest noch.

c. Mehr Kyokushin als ich dachte. Im Morganti Ju Jitsu haben sich noch viele traditionelle japanische Rituale erhalten. Vom Eintreten in den Dojo, der Begrüßung, den Begriffen, dem Drill an sich und der Verabschiedung – alles dabei. Ich glaube, dass insbesondere der Kyokushin Stil als Vorbild gilt, denn einige Dinge kommen mir so bekannt vor, dass sich schon fast ein heimeliges Gefühl entwickelte. Das überall zu hörende „OSU“ (im BJJ: „OSS“) zum Beispiel, das Kreuzen der Fäuste, die Einheiten zu Abhärtung am Oberkörper und an den Beinen (später auch Rücken, etc.), that’s Kyokushin!

3. Muskelkater

Seit 4 Wochen schleppe ich einen Muskelkater mit mir herum, der jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag (manchmal auch Sonntag) aufgefrischt wird. Gerade nach dem Donnerstagstraining brauche ist teilweise bis Sonntag, um mich wieder halbwegs rund bewegen zu können. Übertreibe ich? Vielleicht ein wenig, aber irgendwann wird sich der Körper daran gewöhnen. In Summe ist es sogar recht angenehm, denn ich merke, wie es in meinem Köper arbeitet, dass er dabei ist sich zu verändern, sich an die Belastung anzupassen.

4. Jiu Jitsu ist Schach

Ich gebe es zu, ich konnte bisher nicht viel damit anfangen. Mittlerweile weiß ich, dass es neben einer guten körperlichen Fitness auch eine gute Portion Hirn benötigt um Jiu Jitsu zu betreiben. Es geht darum zu verstehen, was man macht, warum man es macht und welche Auswirkungen es haben kann. Und das immer in Verbindung mit einem Partner. Ich finde es immer wieder irgendwie cool, wenn man auf dem Boden ineinander verhakt herumliegt, es wirklich weh tut und man trotzdem vernünftig miteinander den Hebel, die nächste Bewegung, oder die Wirkung dessen bespricht. Es geht also nicht darum, den „Gegner“ umzunieten, sondern mit seinem „Partner“ die Technik zu erarbeiten.

5. Ich freue mich drauf

Es gab für mich immer irgendeinen Pferdefuß bei den Kampfkünsten, die ich bisher gemacht habe. Beim Jiu Jitsu nicht, ich freue mich auf jede verdammte Einheit! Gut, die Rückwärtsrolle bereitet mir echt Schwierigkeiten, aber ich gebe nicht auf! So!

Ansonsten hat sich noch nicht wirklich viel verändert. Ich wiege noch genau so viel wie vorher, mein Bauch nervt mich immer noch und ich bin immer noch 46… 🙂 eventuell bin ich etwas beweglicher geworden, mehr ist aber noch nicht passiert.

Bevor ich mich nun mit einem fröhlichen Gruß verabschiede, muss ich noch kurz etwas los werden, es geht um die Domain. Der Begriff „RollingPanda“ wird nicht nur von mir benutzt, sondern auch von anderen Unternehmen, Firmen und Vereinen. Es ist noch nichts entschieden, aber es kann passieren, dass ich die Domain etwas anpassen, oder umbenennen muss. Ich denke, das wird sich in den nächsten Wochen entscheiden.

In diesem Sinne: OSS!

Über die „Überforderung“-Zieldefinition Update

Überforderung. Keiner hört es gerne: „Bist Du überfordert?“ Im Laufe der Jahre hat sich diese Frage zu einer Art des „Lächerlich machens“ gewandelt. Seltsam, denn es gibt immer mal wieder Phasen, in denen wir überfordert sind.

Das ist gar nicht schlimm, es kommt vor, dass einem die Dinge über den Kopf wachsen, dass man sich zu viel zugemutet hat. Die Frage ist -wie so oft- wie geht man damit um.

Zur Ruhe kommen, durchschnaufen, es akzeptieren, verändern.

2020 ist jetzt etwa 1,5 Monate alt. Und um ehrlich zu sein, kaum ein Jahr hat so ätzend begonnen wie dieses. Der Hexenschuss hat mir etwa 3 Wochen geraubt, plus eine weitere Woche, die ich mit abendlichen Meetings verbrachte, war der Januar ein – in sportlicher Hinsicht – verlorener Monat.

Angestachelt von diesem Frust habe ich Pläne geschmiedet. Deutsche Ju Jutsu plus etwas anderes… Judo vielleicht, Aikido, oder eben Morganti Ju Jitsu… nebenher das Fitnessstudio, damit ich auch am Wochenende etwas tun kann…

Ist das auch eine Art Nebenwirkung des Alterns? Dinge, die man früher nicht machen konnte, nachzuholen? Midlife Crisis vielleicht? Männliche Wechseljahre?

Möglicherweise. Ich bin zum Glück weit weg von einem Porsche Cabrio (oder sonstigen Sportwagen), oder einer Rolex-, oder sonstigen Uhren-Blödsinn-Sammlung, für mich ist es die Kampfkunst.

Mal abgesehen davon, dass der sportliche Druck und die Zeitinvestition Irrsinn wäre, ist es auch mein Körper, der mir recht deutlich die Grenzen zeigt.

Ich habe mich im Laufe das Januars dazu entschieden mich voll auf Morganti Ju Jitsu zu konzentrieren und – wenn möglich – nebenher etwas zweites zu machen. Zusätzlich zum Fitnessstudio natürlich.

Fakt ist: ich habe meinen Vertrag mit dem Fitnessstudio gekündigt und nichts zweites nebenher angefangen. Es hätte mich „überfordert“.

Seitdem ich Morganti Ju Jitsu betreibe, spüre ich in meinem Körper, meinen Muskeln ein permanentes, leichtes Brennen. Es ist ein Muskelkater, der sich von Trainingseinheit zu Trainingseinheit immer wieder auffrischt, so fühlt es sich zumindest an. Es ist angenehm, ich spüre regelrecht, wie der der Körper auf die neue Belastung reagiert. Etwas zweites dazu, würde das Ganze wieder kippen lassen. So gebe ich mir etwas Zeit, warte ab, lasse es sacken.

Evtl. kommt die Zeit für eine zweite Kampfkunst.

Für das Wochenende habe ich mir einen kleinen Dojo im Keller eingerichtet. Bei ebay Kleinanzeigen habe ich mir etwa 13 qm Judomatten gekauft (gebrauchte von einem Sportverein), sowie einen Punchingball und einen Box- und Trittsack. So kann ich das Gelernte am WE noch einmal üben. Das reicht. Mehr geht nicht aktuell.

Bin ich also „überfordert“? Ein Stück weit ja. Aber positiv. Mein Körper ist tatsächlich im Stress und lernt gerade, sich auf dieses Jiu Jistu einzulassen. Das reicht. Mehr geht nicht. Jetzt heißt es, sich an die Belastung gewöhnen. Das mache ich.

In diesem Sinne: OSS!